23 Kommentare

  1. Meermond
    8. März 2016 @ 19:54

    Bravo. Genau so und nicht anders.

    Antworten

  2. jancak
    7. März 2016 @ 20:09

    Die Bücher die einen nicht interessieren, zurückschicken, mal eine Zeitlang nichts lesen und nichts schreiben, wenn einem das nicht gefällt, sich nicht unter Druck setzen lassen und ich würde schon raten, für sich selber bloggen, so mache ich es jedenfalls und vielleicht ist das der Grund, warum es mir nach fast acht Jahren und mehr als zweitausendfünfhundert Artikel noch immer Spaß mache.
    Mal ein Chick Lit lesen, mal eine siebzig Jahre alte Biografie über Franz Grillparzer und was mich betrifft, natürlich Ronja von Rööne, die heute gekommen ist, darauf freue ich mich schon, aber dann kommt Nele Neuhaus dran und Jane Austen, alles Liebe und viel Erfolg auf die neue Lust!

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      8. März 2016 @ 10:25

      Vielen Dank. So wird’s gemacht. lg_jochen

      Antworten

  3. Alexa
    7. März 2016 @ 19:28

    Lieber Jochen,
    du sprichst genau die Dinge an, die mich eine lange Zeit beschäftigt haben. Auch ich wurde blind für das Eigene, habe wie viele andere den Neuescheinungen hinterhergejagt, mich Debatten angeschlossen, diese noch weiter befeuert – kurz: all das, was du beschrieben hast, mitgemacht. Und tatsächlich kam eine tiefe Unzufriedenheit auf. Wer sagt denn, wie man Rezensionen zu schreiben hat und warum soll ich mich dieser Meinung anpassen? Wozu soll ich, wenn ich eigentlich gar keine Lust darauf habe, an zig Veranstaltungen teilnehmen? Um mehr Klicks und Likes zu haben? Was sind diese Zahlen überhaupt wert?
    Ich habe das Glück, ein Team an meiner Seite zu haben. Wir reflektieren immer und immer wieder. Was wir heute als richtig ansehen, kann morgen schon wieder falsch sein – und andersrum. Von allen Seiten kommen diese Debatten: wie Rezensionen auszusehen haben, Feuilleton vs. Blogs, usw. Aber was kümmert mich das? Heute schreibe ich einen Buchtipp von 400 Zeichen, morgen eine ausschweifende Buchkritik von 10.000 Zeichen, übermorgen werfe ich alle Kriterien für eine klassische Rezension über Bord und schreibe sie in Form von Lyrik! Denn ehrlich: als Leserin anderer Blogs bin ich selbst schnell gelangweilt von den immer gleichen Buchbesprechungen nach Schema X. Es wirkt, als gäbe es gar keine andere Möglichkeit, sich der Literatur zu nähern. Dabei stehen uns so viele Worte zur Verfügung! So viele Möglichkeiten (Stichwort: Intermedialität) und so viel kreativer Freiraum! Diesen lasse ich mir ganz sicher nicht nehmen.
    Genug der Worte. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf deine sprachlichen Experimente! 🙂
    Beste Grüße, Alexa

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      8. März 2016 @ 10:23

      Vielen Dank, liebe Alexa, für diesen netten Mutmacher. lg_jochen

      Antworten

  4. juttareichelt
    7. März 2016 @ 13:57

    Lieber Jochen, ich schätze die Beiträge in deinem Blog sehr, von mir aus könnte also alles „bleiben, wie es ist“ – aber noch viel mehr als über sorgfältig geschriebene, durchdachte Beiträge freue ich mich über Experimente! Ich finde, dass Blogs dazu sehr einladen und vielleicht ist es ja nach einer Phase der Konsolidierung (damit meine ich jetzt nicht nur dich und diesen Blog) auch an der Zeit, wieder etwas lockerer zu werden und auszuprobieren, zu welchen Büchern und Textsorten es eine/n zieht … Viel Vergnügen und gute Resonanz!

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      8. März 2016 @ 10:24

      Das von Dir zu hören, freut mich sehr, liebe Jutta. Merci. lg_jochen

      Antworten

  5. Tobi
    7. März 2016 @ 09:54

    Lieber Jochen,

    bloggen ist eine Sache, die darf man auch nicht zu verkrampft angehen. Das muss Spaß machen und sollte immer irgendwie Freestyle sein. Es geht ja nicht daran etwas zu optimieren oder irgendwie Erwartungen zu erfüllen. Lesen ist etwas schönes, das ein Blogger doch nahezu immer zum Vergnügen macht. Ganz entspannt, genauso wie die Wahl der eigenen Lektüre und auch das, was man dann daraus erzählt. Es gibt einige Blogger, die beruflich in der Bücherwelt verankert sind, da ist das vielleicht anders. Aber wer über sein Hobby schreibt, der kann ganz entspannt sein.

    Deshalb: Schreib wie dir der Sinn steht, ohne Zwang und ohne zu sehr auf die Nachbarn zu schielen, die vielleicht ganz was anderes mit ihrem Blog vorhaben.

    Der Stil ist ohnehin bei vielen höchst unterschiedlich. Es gibt Blogger, die schreiben oft recht kurz und knackig, was sie mit einem Buch verbinden. Andere geben einen recht genauen Einblick in ein Buch. Manche nur eher an der Oberfläche. Manche sind sehr persönlich, andere wieder eher allgemein. Und jeder Leser pickt sich das raus, was ihm dann zusagt. Also so lange dein Blog gelesen wird, kannst du gar nicht so falsch damit liegen!

    Liebe Grüße
    Tobi

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      7. März 2016 @ 10:43

      Danke, Tobi, für die aufmunternden Worte. Wie Du bemerkt haben dürftest, waren Du und Dein Fragenkatalog nicht ganz »unschuldig« an meinen zwischenzeitlichen Selbstzweifeln. Manchmal verheddert man sich, verliert den Überblick (und auch den Mut) und braucht seine Zeit, um die selbst angelegten Fesseln wieder abzustreifen.

      Ich freue mich inzwischen auch wieder auf die Buchmesse in Leipzig. Selbst der Messebesuch, eigentlich ein großes, fröhliches Treffen mit netten Freunden und Bekannten, erschien mir in den zurückliegenden Tagen eher als Last und Pflicht, denn als Freude. Doch nun kann ich es kaum erwarten ….

      Ein paar Tage auf dem Krankenlager und viel Zeit zum Nachdenken sind mitunter recht hilfreich. Ich hab jetzt ein recht gutes Gefühl und lege einfach los. Mal sehen, was sich ergibt in den kommenden Monaten.

      lg_jochen

      Antworten

  6. Sabine
    6. März 2016 @ 22:16

    Hallo Jochen,
    Blogger bloggen für sich und für andere. Ich bin kein Blogger – also bin ich „andere“. Als „andere“ habe ich bis heute keinen Buch-Blog gefunden, der ausschließlich über die Bücher schreibt, die den Blog-Verfasser interessieren/berühren/begeistern/gefangen nehmen. Nach deinem o. g. Statement habe ich Hoffnung, bald so einen Blog zu finden 🙂
    Gute Besserung!

    Antworten

    • J. Kienbaum
      6. März 2016 @ 23:37

      Liebe Sabine, danke für die herzlichen Worte. Sie sind gleichermaßen Zuspruch und Ansporn. lg_jochen

      Antworten

  7. Astrid
    6. März 2016 @ 21:25

    Herzlichen Glückwunsch! Lieber Jochen, du reflektierst. Ab und an ist genau DAS das Richtige. Ich z.B. blogge nicht so richtig. Ab und an darf ich mal eine Rezension bei einer befreundeten Bloggerin einstellen und auf den diversen Seiten der Buchcommunitys ebenfalls meine Meinung über das ein oder andere (neue) Buch hinterlassen. Meist sind mir die Bücher wundersam zugeflogen. Ich lese also manchmal oder sogar immer häufiger Sachen, die ich mir gar nicht wirklich ausgesucht habe und merke, wie mich die Gier trifft, auch den Benedikt Wells oder die gehypte Isabel Bogdan zu bekommen und zu lesen, weil alle sie scheinbar lesen und drüber bloggen. Früher bin ich in die Buchhandlung gegangen und habe geschmökert, bis mich ein Buch augesucht hat. Oder ich war in der Bibliothek und habe immer mindestens mehr als drei Bücher mitgenommen, die mich angesprochen haben. Durch meine Reise im Bloggerland habe ich ein bisschen das Gefühl nur noch auf der Neuheitenwelle mitzureiten und aus dem Blick zu verlieren, was eigentlich mich persönlich interessiert. Ich habe immer noch nicht Dostojewski gelesen oder Goethes Wahlverwandschaften, beides liegt seit Jahren auf meinem SuB und wird vom Ruf der bunten Neuerscheinungen regelmäßig niedergebrüllt. Lese und schreib, wonach DIR ist. Meine Unterstützung hast du, denn richtig interessant sind die Bücher, die jemand gelesen hat, weil sie ihn ausgesucht haben und nicht die PR-Welle der Verlage.

    Antworten

    • J. Kienbaum
      6. März 2016 @ 23:24

      Liebe Astrid, danke für deine interessanten Gedanken zu Büchern, die einem zufliegen oder dich aussuchen. Genau diese Momente der Überraschung und spontanen Begeisterung habe ich zwischenzeitlich vermisst. Ich hoffe, sie wiederzufinden. Und dir wünsche ich schnellstmöglich die richtige Muße für Dostojewski und Goethe. lg_jochen

      Antworten

  8. nweiss2013
    6. März 2016 @ 21:11

    Hallo Jochen,
    natürlich schielt man immer auch auf die Leser, aber primär schreibt man doch für sich, um die eigenen Gedanken zu ordnen – oder ihre Unordnung zu betrachten, dabei auf Remedur hoffend.
    Will sagen: Experimentiere, verwerfe, finde, entwickele, behalte Deinen Stil und Ansatz.
    Viel Spaß wieder am Lesen und Bloggen, und natürlich auch gute Besserung!
    Herzliche Grüße
    Norman

    Antworten

  9. Anton Goldberg
    6. März 2016 @ 21:02

    Wenn´s hilft: Dein Blog zählt für mich persönlich zu den qualitativ anspruchsvollen, die man mit Gewinn lesen kann.
    Besten Gruß,
    Anton Goldberg

    Antworten

  10. buchpost
    6. März 2016 @ 20:17

    Jochen,
    ich kann da manches sehr gut nachvollziehen, gerade wenn sich die eigenen Literaturvorlieben nicht immer so ganz mit dem decken, was mehr Aufmerksamkeit (und Klicks) generiert. Ich liebe scheinbar beschauliche Romane über mittelalte Damen, vorzugsweise in Großbritannien angesiedelt, auch nicht so der Knüller 🙂
    Doch dein Rezept klingt vielversprechend und wird zur Heilung führen! „Schreiben wie es mir gefällt, über das, was gefällt, so lautet in der kommenden Zeit meine Devise.“ Wir schreiben ja auch für uns und das wird dann auch sein Publikum finden. Übrigens finde ich deinen Hang zu wunderlichen literarischen Monolithen wunderbar, das bereichert und weitet meinen Horizont. Bitte also unbedingt den Anweisungen des behandelnden Arztes folgen.

    Antworten

    • J. Kienbaum
      6. März 2016 @ 23:12

      Na, dann werde ich das machen,was der Onkel Doktor sagt. Ich danke Dir. lg_jochen

      Antworten

  11. Mariki
    6. März 2016 @ 19:57

    I like it when you do it as you like it.

    Antworten

    • J. Kienbaum
      6. März 2016 @ 23:09

      Like! … Vielmehr habe ich dem nicht hinzufügen.

      Antworten

    • Peter Peters
      7. März 2016 @ 11:25

      Gute Beiträge brauchen manchmal sogar weniger als 50 Worte. Uneingeschränkte Zustimmung!

      Antworten

  12. juneautumn
    6. März 2016 @ 19:45

    Sorry, Jochen natürlich, JOCHEN! (Nie andere Namen in den Text einbauen ;-))

    Antworten

  13. juneautumn
    6. März 2016 @ 19:43

    Hallo Tobias,

    ich glaube, die Fragen an sich und seine Ansprüche kennt jeder. Manchmal denke ich auch, uh, die mit den aktuellsten Neuerscheinungen kriegen die meisten Reaktionen, aber die meisten davon reizen mich nun überhaupt nicht. Die Rechnung geht bei mir meistens auch nicht auf, die neueren Bücher kriegen eher weniger Reaktionen als die älteren, die „Klassiker“. Ich denke, in der Hinsicht ist es am Besten, das zu lesen, was man mag oder worauf man Lust hat, langfristig kommt man nur authentisch gut an.
    Ich lese Deinen Blog immer sehr gerne, und ich freue mich immer, wenn ich über etwas lese, das ich nicht kenne, im Gegensatz zur 100. Besprechung von hastenichtgesehen.
    Bitte so weitermachen!
    Einen schönen Restsonntag wünscht
    Miriam

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      6. März 2016 @ 19:50

      Vieln Dank, Miriam, für Deinen netten Mutmacher! lg_jochen

      Antworten

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