12 Kommentare

  1. Ron
    2. August 2017 @ 16:13

    „Byrons bestes Product“ – sich selbst als einsamer, der Hölle Verfallener darzustellen !

    Nicht allein! – wo du auch weilest,
    Denn wir glauben dich zu kennen,
    Ach! wenn du dem Tag enteilest
    Wird kein Herz von dir sich trennen.

    Wüßten wir doch kaum zu klagen,
    Neidend singen wir dein Loos:
    Dir in klar’ und trüben Tagen
    Lied und Muth war schön und groß.

    Ach! zum Erdenglück geboren,
    Hoher Ahnen, großer Kraft,
    Leider! früh dir selbst verloren,
    Jugendblüthe weggerafft.
    Scharfer Blick die Welt zu schauen,

    Mitsinn jedem Herzensdrang,
    Liebesgluth der besten Frauen
    Und ein eigenster Gesang.
    Doch du ranntest unaufhaltsam
    Frei in’s willenlose Netz,

    So entzweytest du gewaltsam
    Dich mit Sitte, mit Gesetz;
    Doch zuletzt das höchste Sinnen
    Gab dem reinen Muth Gewicht,
    Wolltest Herrliches gewinnen,
    Aber es gelang dir nicht.

    Antworten

  2. Ulrike Sokul
    1. Mai 2015 @ 22:19

    Lieber Jochen,
    vielleicht magst Du diese Vampirentzückungen mit einem sehr gelungenen Dracula-Hörspiel noch vertiefen. Bei der Deutschen Grammophon ist im Jahre 2003 eine UNHEIMLICH stimmige Hörspielinszenierung erschienen, die auf der deutschen Erstübersetzung von 1908 von Heinz Widtmann, erschienen im Altmann Verlag (Leipzig) basiert.

    Diese Vertonung ist in sprachlich-stilistischer Hinsicht und in der dramaturgisch geschickten Kombination aus Empfindsamkeit und Gänsehauteffekten ausgesprochen empfehlenswert.

    Nachtaktive Grüße 😉
    Ulrike von Leselebenszeichen

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      2. Mai 2015 @ 09:36

      Vielen Dank, Ulrike, für diesen interessanten Tipp. Werde versuchen, mir das von dir gepriesene Hörspiel zu besorgen.
      Es hat mich übrigens sehr gefreut, dass du auch zahlreiche ältere Beiträge auf dem Blog recht aufmerksam »durchforstet« hast.
      Ich wünsche weiterhin viel Vergnügen mit »lustauflesen.de« und bin gespannt auf weiteren regen Austausch mit Dir. lg_jochen

      Antworten

      • Ulrike Sokul
        3. Mai 2015 @ 21:53

        Ich komme gerne wieder auf Lesebesuch, lieber Jochen.
        Und damit Du auch das richtige Dracula-Hörspiel bei der Deutschen Grammophon findest, notiere ich Dir nachfolgend die CD-Bestellunummer : 00044006727929
        Wahrscheinlich gibt es das inzwischen auch als mp3 – ich habe noch die altmodischen SCHEIBEN 😉

        Der Roman „Der Historiker“ von Elizabeth Kostova aus dem Jahre 2005 (Berlin Verlag) beschäftigt sich übrigens auch sehr differenziert und spannend mit dem literarischen Blutsauger. Leider habe ich das Buch nicht besprochen, sonst könnte ich Dir hier mit einem informativen Link winken.
        Aber wenn ich alle Bücher, die ich einst GELESEN habe, auch noch BESPRECHEN würde, käme ich wohl nie mehr zum Lesen neuer Werke.

        Gutenachtgruß
        Ulrike

  3. skyaboveoldblueplace
    1. Mai 2015 @ 13:19

    Lieber Jochen,

    hier gilt mein Gleiche eindeutig Deinem informativen Text, denn ich muss zugeben für diese Vampir-Sachen interessiere ich mich ungefähr so, wie für Harry Potter, nämlich leider gar nicht. Was mich daran tatsächlich interessiert ist, was man daran interessant finden kann. Es ist mir einfach ein Rätsel.

    Rätselhafte Grüsse
    Kai

    Antworten

    • Kai
      1. Mai 2015 @ 16:39

      ‚mein Liken‘ sollte es natürlich heissen. Die blöde Worterfindungsmachine hat das natürlich gleich geändert…

      Antworten

  4. Frank Duwald
    22. April 2015 @ 21:35

    Vielen Dank für diesen Buchtipp. Ich habe mich auf meiner Seite mit Théophile Gautiers „Die liebende Untote“ von 1836 beinahe den Wurzeln der Vampirgeschichte genähert, aber Polidori fehlt mir noch, und ich werde mir definitiv diese Ausgabe besorgen.

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      23. April 2015 @ 16:25

      Es freut mich, lieber Frank, dass ich mit meinem Beitrag Deine Leidenschaft für die literarischen Blutsauger weiter befeuern durfte. lg-jochen

      Antworten

  5. Petra Gust-Kazakos
    19. April 2015 @ 17:35

    Ich freue mich, hier bei dir etwas über Vampire in der Literatur zu lesen. Ich bin ja selbst ein Fan dieses Genres und es gibt da in der Tat etliche Perlen zu entdecken. Natürlich auch viel allzu Schwülstiges, aber das kann einem ja in allen Genres passieren. Falls du dich weiter ins Thema einlesen möchtest, hier (https://phileablog.wordpress.com/2011/04/01/die-vampire-ich/) habe ich auch ein bisschen Sekundärliteratur dazu erwähnt; sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang: Von denen Vampiren (eine interessante Zusammenstellung von Texten, u. a. von Autoren wie Lord Byron, LeFanu und Baudelaire natürlich, aber auch von Goethe, Heine, Gogol, Tolstoi et al.)
    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      19. April 2015 @ 17:44

      Danke für den Link, Petra. Das werde ich mal in Ruhe durchforsten und der ein oder anderen Spur nachgehen. lg_jochen

      Antworten

  6. Claudio
    19. April 2015 @ 16:57

    Feiner Beitrag, da juckte es mich sofort in den Beißerchen 🙂
    Shelley wird ja in meiner Nachbarschaft besonders hochgehalten – spielte ein Frankenstein-Teil doch in Ingolstadt.

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      19. April 2015 @ 17:41

      Ist in der Tat eine feine Trouvaille, dieser Vampir von Polidori Und die dazugehörigen Rahmendokumente und -texte; gut geeignet für eine Lektüre zwischendurch. Und im Nachwort gibt Kaiser noch viele weitere Details zur merkwürdigen Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. Ich habe hier wirklich nur das Skelett vom Skelett hingestellt. Besorg Dir das Büchlein, Claudio, Du wirst es nicht bereuen. lg_jochen

      Antworten

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