11 Comments

  1. Viktor Glass
    21. August 2017 @ 20:15

    Ein großartiger Beitrag, der Mut macht. Bloggen kann manchmal eine ziemlich einsame Geschichte sein, und andere Blogs (und Bücher!) zu lesen, die Meinung anderer zu lesen und für sich selbst zu bewerten, die Teilnahme an Diskussionen und Vieles mehr, was Sie erwähnen, zeigt mir: Ja, ich bin also doch auf dem richtigen Weg. Danke!

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  2. Philipp
    17. Oktober 2016 @ 20:01

    Lieber Jochen.

    Auf meinem Streifzug durch das Internet auf der Suche nach Literatur- und Schreibblogs, bin ich nun auch auf deinen gestoßen.
    Ich war sofort vom ansprechend-seriösen Design angetan und mit diesem Artikel begonnen.

    Ich habe mir selbst schon oft die Frage gestellt, welchen Wert beziehungsweise welche Berechtigung so freie, selbstständige Buchblogger haben und finde deine Argumente für dein Tun wirklich stark.

    Überhaupt bin ich beeindruckt von der Ausdauer und Schnelligkeit, mit der du Artikel produzierst und auch vom Niveau.
    Von den meisten Buch-Blogs auf denen ich bisher gelandet bin, war ich maßlos enttäuscht.

    Danke dir für diese Perle,
    werde sicher noch öfter vorbeischauen.

    Mach weiter so!

    Philipp

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  3. Sarah
    19. Oktober 2015 @ 13:10

    Hallo Jochen,

    Beim Durchstöbern deines Blogs habe ich diesen Artikel gefunden. Ein schönes, lautes “Nachdenken beim Schreiben” über das Schreiben. Das Bloggen. Die Literatur.

    Früher habe ich viel Musik gemacht. Da war die Devise: Wenn auch nur 3 Leute im Publikum sitzen: wir geben trotzdem alles. Und so geht es mir auch manchmal online. Ich tue das, was ich tue, weil ich es tun möchte, weil es mir wichtig ist. Wenn das Publikum klatscht oder gar mal aufsteht und im Takt mitgeht, dann ist das ein herrliches Gefühl. Passiert nicht immer. Und doch gebe ich auch für 3 Leute das gleiche wie für eine Konzerthalle. Ich denke, wir alle spielen lieber vor der Konzerthalle. Aber im Endeffekt würden wir doch sogar zuhause vor dem Spiegel singen. Weil wir gar nicht anders können.

    Sehr gut gefallen hat mir deine Reflektion über die Verbindung deiner beruflichen Tätigkeit. Als Buchhändlerin ist der Blog oftmals intensiv mit meinem Beruf verwoben – und doch steht er auch ganz allein für sich. Das war spannend zu lesen, wie Du damit umgehst.

    Herzliche Grüße,

    Sarah

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  4. Kai Blum
    25. Februar 2015 @ 19:53

    Hallo Jochen,
    ich habe dein Blog eben erst entdeckt (durch einen Link bei Thomas Brasch) und dies war der erste Beitrag, den ich gelesen habe, und er hat dazu geführt, dass ich Lust habe, hier regelmäßig vorbeizuschauen. Ich finde es schön, dass es Literaturblogs gibt und dass sich die Blogger so viel Mühe machen.
    Viele Grüße aus Michigan,
    Kai
    P.S. Dieser Satz hat mir besonders gefallen: “(M)ein Blog ist (sinnvolles) Hobby, geistiger Ausdauerlauf, Gedankenspielerei und mitunter intellektuelles Fallschirmspringen.”

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    • Jochen Kienbaum
      26. Februar 2015 @ 10:09

      Hallo Kai, herzlich willkommen und danke für das nette Lob. Ich würde mich freuen, wenn Du auch künftig hin und wieder vorbeischauen würdest.
      lg_jochen

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  5. Wolfgang Krisai
    8. Februar 2015 @ 20:46

    Leider kann ich nicht in aller Ausführlichkeit auf diesen interessanten und anregenden Beitrag antworten! In vielem, ja dem meisten stimme ich völlig zu und sehe mich in einer ähnlichen Situation als Literaturblogger. Vielen Dank für den Beitrag!
    lg, buchwolf

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    • Jochen Kienbaum
      9. Februar 2015 @ 12:59

      Ich habe Dir zu danken; für die Aufmerksamkeit, die positive Rückmeldung und für Deine Beiträge auf Deinem Blog. Ich lese sie stets mit großem Interesse und Vergnügen und trete doch viel zu selten in einen weiterführenden Gedankenaustausch ein (s.o.). Werde versuchen, das zu ändern. lg_jochen

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  6. Thomas Brasch
    8. Februar 2015 @ 17:56

    Es wäre wirklich schade gewesen, wenn Du Dich nicht doch noch zu diesem Beitrag durchgerungen hättest. Denn durch solche Beiträge und auch die Kommentare zuvor kommt zusätzliche Freude am Bloggen auf – nämlich am sichtbaren Diskurs. Ansonsten wäre das Bloggen fast so statisch wie die klassischen Medien, nach der Devise: Hier mein Artikel, lieber Leser, den Rest machst Du dann bitte allein mit Dir aus.

    Meine Intention zu Bloggen hat ja erst mal einige Stufen durchlaufen habe. Erst war ich stiller leser. Dann begann ich den ein oder anderen Kommentar hinzuzufügen, mal um Dankbarkeit und Anerkennung zu geben, mal um eigene Gedanken anzubieten und auch mal, um einen Diskurs anzuregen. Zugleich verfasste ich Rezensionen bei amazon. Sie gaben mir den Anstoss zu einem Blog, den ich jedoch inhaltlich etwas breiter fassen wollte.

    Bloggen war für mich zunächst eine eigene Aufforderung zu gedanklicher Selbstdisziplinierung. Denn nicht selten liest man etwas, sei es ein Artikel, ein Buch oder einfach nur ein Statement, hat spontan ein paar vage Gedanken und Ansichten dazu, jedoch lässt man diese dann unreflektiert verhallen. Die Anregungen, die man erhielt verblassen dann schnell. Diszipliniert man sich jedoch, findet man beim Schreiben plötzlich noch viel mehr, was einem anfänglich noch gar nicht in den Sinn gekommen war. Und dabei lässt einem der Blog erhebliche Freiheiten. Man fühlt sich nicht in ein Korsett an Struktur-, Stil- und Zeilenvorgaben gebunden. Man kann essayistisch, feuilletonistisch schreiben und auch spielerisch Form und Stil ausprobieren. Das schätze ich sehr – auch bei den anderen.

    Und dann kommt noch die Kür: der Meinungsdiskurs mit anderen. Er ist noch ein großes Übungsfeld und verlangt dem Leser auch eine Menge ab. Denn wir sind es gar nicht mehr gewohnt, eine länger sich entwickelnde Debatte in den Medien zu verfolgen. Wir beschränken uns auf ein paar Talkshows und begleiten diese mit spontanen Twitter-Statements und Facebook-Kommentaren. Viele halten das schon für eine Debatte. Doch wer nicht nur eine Meinung hat, sondern auch bereit ist, diese immer weiter zu bilden, der benötigt Zeit, um über andere Ansichten zu reflektieren. Und dafür eignet sich die Form des Bloggens besonders gut wie man an dieser Referenz von Dir, Jochen, sieht. Danke noch mal dafür.

    Reply

    • Jochen Kienbaum
      9. Februar 2015 @ 12:55

      Der Meinungsdiskurs innerhalb der »Bloggospähre« (blödes Wort eigentlich!) ist in der Tat ausbaufähig. Gespräche und Austausch finden selten statt; schnelle »Likes« und »Fav-Sternchen« überwiegen. Ich wünsche mir ebenfalls ein ausgewogeneres Verhältnis aus Deep Attention und Hyper-Attention, also aus schneller Reaktion und tieferer, zeitintensiver Auseinandersetzung. Muss mir aber gleichzeitig an meine eigene Nase fassen, denn allzuschnell flitze auch ich gerne weiter zum nächsten Beitrag irgendwo im Netz, ohne über das gerade Gelesene nachzudenken und es gegebenefalls mit eigenen Worten/Gedanken zu ergänzen und zu vertiefen. Dabei ist die Möglichkeit dazu rund um die Uhr gegeben: wir sollten Kommentarfunktionen in Blogs (und auch bei FB und anderen Netzwerken konsequenter nutzen. Wenn Wenige damit beginnen (so wie wir hier) ist das ein Anfang; andere folgen dann vielleicht. Lass es uns ausprobieren, bleiben wir im Gespräch. lg_jochen

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  7. Birgit
    8. Februar 2015 @ 11:32

    Lieber Jochen,
    ich war Dir mit dem Ewers eine Schildkrötenlänge voraus, Du nun mir mit diesem Beitrag – so und ähnliche Gedanken purzelten mir die letzten Tage, auch erneut angestoßen durch den Blog von R. Gutjahr durch den Kopf. Ich habe sie nur (noch nicht) richtig strukturieren können – nach Deinem Beitrag ist das jetzt auch nicht mehr nötig. Den kann ich nämlich, wie man so schön politikerneudeutsch sagt, vollinhaltlich unterstreichen (also, sowohl was den allgemeinen Tenor anbelangt ebenso wie die Bezüge, die Du zu Deinem Blog ziehst). Gut, dass Du ihn nicht in die Tonne gekippt hast! Und sehr schön, dass Du die beiden Stränge – die Diskussion um die Rolle Literaturkritik via Feuilleton, die alle halbe Jahre aufbrandet – sowie die Diskussion um die Selbstverständnis der Blogger, nun aufgebrandet durch Gutjahr/Brasch – zusammenbringst.
    Was mir in der allgemeinen Diskussion manchmal zu kurz kommt, das ist schlicht und einfach die Rolle des Verbrauchers/Konsumenten: Der wählt ja letztlich aus, was er liest – Feuilleton, Blogs, und zudem welche Art der Blogs. Und da finden die richtigen schon zusammen.

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    • Jochen Kienbaum
      8. Februar 2015 @ 12:04

      Danke für den Zuspruch, Birgit. Deine Reaktion zeigt, dass ich meine wirre Grübelei über das Thema doch einigermaßen verständlich ordnen konnte. Du kennst das sicher: hin und wieder veliert man im Wald vor lauter Bäumen den Überblick. Gleichzeitig muss ich selbstkritisch einräumen, wie sehr Wunsch und Wirklichkeit bei lustauflesen.de oft noch auseinanderliegen. Aber nicht zuletzt sind auch Deine »Sätze&Schätze« und die vielen Reaktionen darauf immer wieder Ansporn für mich. lg_jochen

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