7 Kommentare

  1. Petra Gust-Kazakos
    24. April 2016 @ 16:40

    Sehr schöner Beitrag! Auch wenn ich Jane Eyre den Vorzug gebe ; ) Derzeit lese ich mal wieder Agnes Grey, das im Vergleich zu den beiden anderen Büchern so viel bescheidener wirkt, die Themen scheinen kleiner, keine Liebe über den Tod, keine mad woman in the attic etc., aber ebenfalls sehr gut geschrieben, mitreißend.
    Ist es nicht interessant, dass Charlotte am Ende einen Mr. Bell heiratete, sodass das einst gewählte Pseudonym zumindest, was den Nachnamen betrifft, stimmt?
    Herzliche Grüße
    Petra

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    • Jochen Kienbaum
      24. April 2016 @ 17:43

      Ach, der Mr. Bell, liebe Petra, ist ein Problem. Angestoßen durch Deinen Kommentar habe ich nochmal genauer hingeschaut und musste feststellen, der Mann hat Arthur Bell Nicholls geheißen. Nun, zumindest in der Mitte ist ein Bell im Namen. Ich gehe davon aus, sicher weiß ich es nicht, dass der Name Bell in Haworth verbreitet war und möglicherweise jener Arthur Bell Nicholls bei zur Zeit der Wahl der männlichen Pseudonymen der Schwestern schon dem Vater als Hilspfarrer oder Vikar diente. (Vermutung, bloße Vermutung.) Was Wuthering Heights anbelangt, da bleibe ich bei meiner Position; 🙂 ich mag es lieber als Jane Eyre. lg_jochen

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      • Petra Gust-Kazakos
        24. April 2016 @ 17:45

        Ah, okay … Aber bei der Lieblingsfrage: Pöh! ; ) Macht nichts, wenn alle die gleiche Meinung hätten, wäre es ja langweilig.

  2. Friedhelm Rathjen
    22. April 2016 @ 14:51

    Kleine Korrektur: Auszüge aus “Angria” und “Gondal” gibt es sehr wohl in deutscher Übersetzung. Zwar hat Arno Schmidt seinen 1960 erwogenen Plan eines 1000-Seiten-Buchs “ANGRIA und der Weg dorthin” (70 Prozent Übersetzung, 30 Prozent Kommentar) nicht verwirklicht, aber als Spätfolgen von Schmidts Beschäftigung erschienen ein gutes Vierteljahrhundert später gleich zwei Bände mit Teilübersetzungen:

    Charlotte Brontë: Erzählungen aus Angria. Hg. u. mit e. Nachw. vers. v. Jörg Drews, üb v. Michael Walter u. Jörg Drews. Frankfurt a.M.: Insel 1987.

    Charlotte, Branwell, Emily, Anne Brontë: Angria & Gondal. Hg. v. Elsemarie Maletzke, üb v. Hans J. Schütz. Frankfurt: Frankfurter Verlagsanstalt 1987.

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    • J. Kienbaum
      22. April 2016 @ 19:07

      Vielen Dank für diese Korrektur, Herr Rathjen. Die beiden Teilübersetzungen waren mir tatsächlich nicht bekannt und sind mir bei meinen, zugegeben oberflächlichen, Recherchen durchgerutscht. Ich werde das im Beitrag mit Verweis auf Ihren Kommentar korrigieren.

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  3. Xeniana
    21. April 2016 @ 19:28

    Das war ein spannender Beitrag!

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    • Jochen Kienbaum
      22. April 2016 @ 08:23

      Danke. Die Brontës zeigen, wie Literatur als Flucht vor und Verarbeitung der harten Realität zum Segen wird. Und doch war ihr Leben ein hartes, bis zum Schluss. lg_jochen

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