14 Kommentare

  1. Bonaventura
    13. November 2015 @ 11:13

    Vielleicht zur Ergänzung my 2 Cent zur Neu-Übersetzung von Andreas Nohl: http://www.vigilie.de/2013/robert-louis-stevenson-die-schatzinsel/

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      13. November 2015 @ 11:27

      Danke für die Bereicherung der Diskussion durch Ihren lesenswerten Artikel. (Auch oder gerade weil er diametraler Meinung ist.)

      lg_jochen

      Antworten

  2. Ulrike Sokul
    3. Mai 2015 @ 22:20

    Lieber Jochen,

    darf ich – als Zugabe – auf das sehr gelungene, literarisch-musikalisch-spannend-spaßige Hörspiel aus dem Hörverlag hinweisen? Textgrundlage ist die von Dir hier besprochene Neuübersetzung von Andreas Nohl.
    Hier folgt der Link zu meiner Hörspiel-Rezension:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/11/13/die-schatzinsel/

    Ahoi!

    Antworten

  3. doctotte
    26. August 2014 @ 19:58

    Harr! Das nenn ich Service, wenn man spät aus dem Büro kommt.
    So kann man wunderbar vergleichen und ich muss gestehen, die Nohl’sche Fassung dieses Absatzes gefällt mir in der Tat besser. Danke für diesen praktischen Vergleich! 🙂

    (Wenn ich mich recht entsinne, führt Silver den Satz mehrere Male im Munde, daher war ich so frei gewesen, auf eine Stellenangabe zu verzichten.)

    Antworten

  4. Jochen Kienbaum
    26. August 2014 @ 10:29

    Also, wenn ich’s richtig sehe, heißt es bei Nohl:
    „Du hast Recht“, sagte Silver, „rauh und rücksichtslos. Aber merk dir jetzt eins: ich bin an sich ‘n umgänglicher Mann – ich bin sonst der reinste Gentlemen, wie ihr wisst – aber diesmal ist es ernst. Pflicht is’ Pflicht, Kameraden. Ich bin für Tod. Wenn ich im Parlament sitze und in meiner Kutsche fahre, dann soll keiner von diesen Seeadvokaten aus der Kajüte ungebten zu Hause auftauchen wie der Teufel beim Gebet. Abwarten, sage ich, aber wenn die Zeit kommt, dann machen wir kurzen Prozess!“
    lg_jochen

    Antworten

  5. erand
    26. August 2014 @ 09:40

    misch mich mal kurz ein: Kapitel 11, Was ich im Apfelfaß zu hören bekam – 1-2 Seiten vor Kapitelende
    lg e.

    Antworten

  6. Jochen Kienbaum
    26. August 2014 @ 09:32

    Lieber doctotte,
    um deine Frage beantworten zu können, wäre es nett zu wissen in welchem Kapitel der zitierte Satz steht und wie Nohl ihn übersetzt. Ich bin jetzt nicht so sattelfest im Text, dass ich das aus dem Effeff sofort finde; außerdem habe ich keine englischspr. Ausgabe zur Hand um selber zu suchen.
    lg_jochen

    Antworten

  7. erand
    26. August 2014 @ 07:48

    Zustimmung. Der feurige Originaltext gibt wesentlich mehr Stimmung her, die Übersetzung ist bemühtes, etwas altbackenes Bühnendeutsch. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden:

    RLS: “Right you are,” said Silver; “rough and ready. But mark you here, I’m an easy man–I’m quite the gentleman, says you; but this time it’s serious. Dooty is dooty, mates. I give my vote–death. When I’m in Parlyment and riding in my coach, I don’t want none of these sea-lawyers in the cabin a-coming home, unlooked for, like the devil at prayers. Wait is what I say; but when the time comes, why, let her rip!”

    G: “Richtig” sagte Silver, ein rauer Gesell’. Aber paß auf – ich bin ein umgänglicher Mensch, ich spiel den feinen Mann heißt es, aber diesmal gilt’s ernst , Mensch. Was sein muß, muß sein. Ich bin für – Tod. Wenn ich im Parlament sitz’ und und in meiner Kutsche fahr’ will ich nicht , daß einer dieser Badegäste unerwartet zu Hause auftaucht. Zuwarten, sag’ ich, aber wenn der Augenblick gekommen ist, sollen sie dran glauben!”

    Ahoi!

    Antworten

  8. doctotte
    26. August 2014 @ 06:41

    Im direkten Vergleich klingt die Grüttinger-Version in meinen Ohren etwas behäbig und deutlich weniger verschmitzt als das Original.
    Für mich ist das übrigens der Schlüsselsatz für Silver; wenn ich mir vorstelle, wie er diesen Satz spricht, zaubert mir mein Hirn Silver in all seinen schillernden Facetten vors innere Auge. Diese perfekte Miniatur ins Deutsche zu übertragen, ohne unfreiwillig eine Art Flens-Werbung zu fabrizieren, ist natürlich sauschwierig.

    Antworten

  9. erand
    26. August 2014 @ 06:19

    Also bei Güttinger heißt es: “Was sein muß, muß sein.”
    e.

    Antworten

  10. doctotte
    25. August 2014 @ 20:45

    Dein Hinweis auf die Sprache macht mich neugierig. Was macht Nohl denn aus Klassikern wie „Dooty is dooty“?

    Antworten

  11. erand
    25. August 2014 @ 13:33

    Sorry, hab’ den Namen verhunzt: Natürlich Andreas Nohl (blöde Automatik)

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      25. August 2014 @ 14:35

      Ja, das ist die immerwährende Crux bei Übersetzungen. 100% geht eben nicht, leider. Da bleibt letztlich nur der Griff zum Original. Die Übertragung von Güttinger kenne ich leider nicht, wäre also etwas für meine Wunschliste. Was ich aber nach einzelnen Stichproben durchaus bestätigen kann, ist die sehr geschmeidige direkte Rede bei Nohl (wie auch schon bei Tom Sawyer und Huck Finn). Da kommt er dem Original erfreulich nah. Einzelne Haare in der Suppe gibt es natürlich, im großen Ganzen kann ich Nohls Übertragung dennoch nachhaltig empfehlen. lg_jochen

      Antworten

  12. erand
    25. August 2014 @ 13:32

    Danke für die interessante Besprechung,

    sicherlich ist die Sprache von Andreas Hohl zeitgemäßer und flauschiger. Allerdings, wenn ich mir den ersten Satz so ansehe, fehlt mir doch etwas (Leider kenne ich momentan nur diesen von der Neuübersetzung)

    Im Orginal:
    “SQUIRE TRELAWNEY, Dr. Livesey, and the rest of these gentlemen having asked me to write down the whole particulars about Treasure Island, from the beginning to the end, keeping nothing back but the bearings of the island, and that only because there is still treasure not yet lifted.”

    Da trifft es die Übersetzung von Fritz Güttinger, (Manesse 1971/2006) doch etwas genauer – klingt dafür aber auch etwas holpriger.
    Trotzdem freue ich mich als alter RLS – Fan über die Neuausgabe und werde auch diese meiner Sammlung hinzufügen.
    Denn wie sagte schon ein Kakuzo Okakuro im “Das Buch vom Tee”: “Eine Übersetzung ist immer eine Vergewaltigung, und auch die beste kann, wie ein Schriftsteller der Ming-Zeit meint, nur wie die Rückseite eines Brokats wirken. Die Fäden sind wohl alle da, nicht aber die Feinheit von Farbe und Muster”.
    In diesem Sinne
    lg e.

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