5 Kommentare

  1. Marina Büttner
    23. September 2015 @ 08:12

    Danke für den Einblick in Valerie Fritschs Reisebriefe aus dem Septime Verlag…da ich absoluter Fan von Fritschs Sprache bin, wird das bald meine neue Lektüre… ich bin auch sehr gespannt auf den nächsten Roman. Oder vielleicht wird es ja auch Lyrik?

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      23. September 2015 @ 09:53

      Hallo Marina,

      ja, Du solltest die Reisebriefe unbedingt lesen. Mir haben sie sehr gut gefallen, vielleicht sogar eine Spur besser als »Winters Garten«.
      Fritschs knappe, aber mächtige Bildsprache passt zu dieser Form der Literatur ausgesprochen gut.

      lg_jochen

      Antworten

  2. Herr Hund
    23. September 2015 @ 04:50

    Da wundert es mich dann schon, dass nicht einmal in einem Satz ein Beispiel gegeben wird, von der Virtuosität einerseits, der Mängel andererseits, dabei reichlich zitiert wird, was andere Leser -deren Meinung mir bekannt ist- dazu schreiben. Nun, ich habe ja eine Leseprobe und kann mir ein Bild machen, die weitere Lektüre, lohnenswerte Beiträge wie diesen hier als Vor-Urteil nutzend, entweder fortzusetzen, zu verschieben oder für immer ganz bleiben zu lassen.

    Freundlichst
    Ihr Herr Hund

    Antworten

    • Jochen Kienbaum
      23. September 2015 @ 10:00

      Ja, das war lässlich, keine Beispiele zu geben. Aber ich gehe/ging davon aus, dass die anderen Beiträge ebenfalls gelesen werden. Dort finden sich ja einige Fritsch’sche Prosa-Proben.
      Und – ich wiederhole – die Fortsetzung der Lektüre lohnt, trotz Vor-Urteil.

      Hier für alle die Leseprobe aus Winters Garten (Suhrkamp Verlag).

      lg_jochen

      Antworten

  3. Eva Jancak
    22. September 2015 @ 21:12

    Eine spannende Analyse, in Österreich gibt es ja einige Autoren, die die Sprachgewalt vor die Handlung setzen, Andrea Winkler und Richard Obermayr beispielsweise und da höre ich dann meistens, daß die Handlung nicht so wichtig ist, womit ich immer meine Schwierigkeiten habe, wenn die Sprachräusche so darüber fahren und man gar nicht mehr weiß, worum es geht, so daß ich es sehr interessant finde, daß das hier bedauert wird.
    Ich habs ja schon geschrieben https://literaturgefluester.wordpress.com/2015/09/20/winters-garten/, in diesem Buch, nicht in den beiden anderen, habe ich die Sprachgewalt ein wenig antiquiert und fast kitschig gefunden, aber ich denke auch, daß Valerie Fritsch ein außergewöhnliches Talent ist und würde sie, wie Klaus Kastberger in Klagenfurt mit der Bachmann vergleichen, die Art des Vortrags ist es auf jedenfall, ihre Darstellung der Erotik ist vielleicht noch zu erwähnen, in dem ersten Buch kommt eine Ärztin vor, die auch Hure ist, da hat sie bei der Lesung in der “Alten Schmiede” 2009 erwähnt, daß sie dazu selbstverständlich Studien in einem Bordell machte und ein bißchen sind auch ihre Berufe interessant, der Vogelzüchter, der Geigenbauer, die Offizierin auf einem Kriegsschiff, Berufe die es wahrscheinlich kaum mehr gibt und wahrscheinlich auch eher dem neunzehnten Jahrhundert zuzuordnen sind, aber spannend ihre Karriere weiterzuverfolgen. Ich habe eigentlich auch damit gerechnet, daß sie auf die Shortlist kommt, bedauere inzwischen aber mehr, daß es Feridun Zaimoglu nicht darauf geschafft hat.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

  Ich stimme der Verarbeitung meiner Daten zu

%d Bloggern gefällt das: