1 Kommentar

  1. jancak
    17. Oktober 2016 @ 09:39

    Ich würde sagen, das Buchhttps://literaturgefluester.wordpress.com/2016/09/13/die-welt-im-ruecken/ ist eine Mischung zwischen einem „Memoir“ und einem „Personal Essay“ und, ich glaube, es ist auch nicht voyeuristisch es zu lesen, denn das Merkmal eines „Personal Essays“ ist ja, daß die persönliche Erfahrung mit dem letzten wissenschaftlichen Stand in diesem Fall der bipolaren Störung verknüpft wird, daher ein Buch für Studenten, angehende Psychiater, alle die es interessiert, die es angeht und die sich eben nicht voyeuristisch ergötzen möchten und daß, das sowieso nicht zu gehen scheint, habe ich in einigen Besprechungen gelesen, die meinten, dieser ewige Wechsel zwischen Manie und Depression würde sie langweilen.
    Das ist vielleicht das Problem an dem Buch, wenn es den Buchpreis bekommt, weil es wahrscheinlich doch nicht als Weihnachtsgeschenk für die typische Schwiegermutter, die von dem Krankheitsbild, wenn sie selbst nicht betroffen ist, wahrscheinlich überfordert wäre, geeignet ist.
    Daß der deutsche Buchpreis nicht so genau definiert, was er da eigentlich nominiert, ist vielleicht auch ein Problem, wie man an diesem Beispiel sieht und eine volle Katastrophe war meiner Meinung nach, das letzte „Literarische Quartett“. https://literaturgefluester.wordpress.com/2016/10/16/literarische-fernsehformate/
    Das Literaturcafe glossiert das ja immer und ich habs mir bisher angesehen und gedacht, na ja, aber dieses war ja schon rufschädigend und eine eindeutige Disqualifikation des Herrn Biller, wenn er über dieses Buch „Das ist eine Katatastrophe, daß es erschienen ist!“, sagte.
    Da zeigte er meiner Meinung nach, er hat nichts verstanden und hatte vielleicht ein Problem mit dem Krankheitsbild, das kann ja sein, deshalb ist das Buch vielleicht auch nicht für jeden geeignet!
    Aber das so unbedarft im Fernsehen, wenn auch zu später Stunde hinauszuposaunen, was schlicht und einfach falsch ist, sollte nicht sein, denn die literarische Qualität des Herrn Melle ist ja schon durch seine bisherigen Short- und Longlistnominierungen unumstritten und ich gehe davon aus, das Leute zusahen, die die beiden Bücher nicht gelesen haben, wenn die jetzt schlafen gingen und dachten, der deutsche Buchpreis ist ein Quatsch und die beiden nominierten Bücher schlecht, würde ich das für sehr sehr fragwürdig finden und wäre dafür, obwohl ich keine Fernseherbin, dieses Kasperl- und Krokodilspiel in Sachen Literatur schleunigst wieder einzustellen und wenn heute Abend vielleicht der Herr Kirchhoff auf diesen Grund gewinnen wird, würde mich das auch sehr ärgern und da hoffe ich sehr, daß die Jurysitzung schon am Freitag Vormittag war und die dBp Juroren halte ich aber auch für so qualifiziert, daß sie erkannten, daß Herr Biller nur berufsmäßig schimpfte und Herr Glavinic, ein Schriftsteller, der wahrscheinlich gar nicht so viel liest und kein Kritiker ist, trotzdem denke ich sollte man die beiden Bücher, also auch „Skizze eines Sommers“ verteidigen, denn sie wurden da am Freitag nicht korrekt dargestellt, was ein „Literarisches Quartett“ eigentlich tun sollte!
    Liebe Grüße aus Wien, heute Abend schreibe ich noch einen Bericht über die Veranstaltung und den deutschen Buchpreis und dann gehts ans österreichische Lesen und so viel melde ich mich wieder in einem Jahr, aber da bloggen Sie ja nicht mehr darüber, vielleicht überlegen Sie es sich noch, denn der deutsche Buchpreis ist wie man sieht, doch sehr interessant und braucht offenbar dringend qualifizierte Kritiker!

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